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12.08.2019

Green Building Labels: Der Zertifizierungsdruck kommt aus dem Ausland

Weil sich eine grüne beziehungsweise nachhaltige Zertifizierung langfristig als Standard bei Immobilien durchsetzen wird, sagen knapp neun von zehn Experten (85,7 Prozent), dass sich zertifizierte Büro- und Gewerbeimmobilien schon heute besser vermarkten lassen. Gut 70 Prozent beobachten, dass besonders große Konzerne ein grünes Label immer häufiger zur Voraussetzung für eine Anmietung von neuen Flächen machen (71,5 Prozent). Das geht aus dem aktuellen Gewerbeimmobilien-Barometer hervor, das regelmäßig anlässlich der Schwaiger Makler Lounge unter Münchens Objektvermittlern erhoben wird. Der Zertifizierungsdruck kommt demnach von großen nationalen Unternehmen, vor allem aber aus dem Ausland. Mehr als acht von zehn Immobilienexperten machen die Erfahrung, dass internationale Konzerne aktuell noch stärker Green Labels fordern als deutsche.

Dem Barometer zufolge sind Unternehmen bereit, für das Green Label tiefer in die Tasche zu greifen. 43 Prozent der Makler gehen davon aus, dass Firmen heute für grün zertifizierte Büros bis zu fünf Prozent mehr auszugeben bereit sind. 28,6 Prozent schätzen, dass es im Schnitt fünf bis zehn Prozent mehr sind und weitere 28,6 sogar bis zu 25 Prozent. Nach Meinung der Makler sind die wichtigsten Gründe reduzierte Betriebs- und Nebenkosten (Lebenszykluskosten), Corporate Social Responsibility (CSR) sowie Imagegewinn (jeweils 57 Prozent). Als viertwichtigstes Kriterium nennen die Immobilienfachleute Vorteile in der Rekrutierung von jungem Personal, gefolgt von der Verbesserung firmeninterner Klimaziele. Weil Green Building Labels zudem etwa den Einsatz von emissionsfreien Materialien im Innenraum fordern oder den Mindestabstand von Raucher-Points zur Immobilie, spielt das Betriebliche Gesundheitsmanagement eine zunehmende Rolle, das auf Themen wie Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern einzahlt.

Das bekannteste Zertifikat unter Maklern ist laut der Erhebung LEED (100 Prozent), dicht gefolgt von DGNB und BREEAM (86 Prozent). Das österreichische Label ÖGNI und das hiesige BNB sind unter 43 Prozent der Makler bekannt. Schlusslicht stellt das auf Nachhaltigkeit im Facility Management spezialisierte Zertifikat GEFMA 160 (29 Prozent).

www.schwaiger.com



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