Verlag > Bauingenieur > Aktuell
   

News

03.04.2019

BAM forscht an Beton-Bauteilen aus dem 3D-Drucker

91461.jpg
Die BAM erforscht neue Materialien und Verfahren für den 3D-Druck im Baubereich. Abb.: BAM
Auf der Hannover Messe 2019 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ihre Forschung zu additiven Fertigungsverfahren für komplexe Bauteile aus Beton. Mit den Verfahren könnten zukünftig maßgeschneiderte Bauteile für Abwassersysteme schnell und kostengünstig produziert werden. Besucherinnen und Besucher können auf der Hannover Messe am Stand C51 in der Halle 2 „Research & Technology“ Prototypen verschiedener per 3D-Druck gefertigter Bauteile sehen.
Die traditionelle Herstellung von Beton-Bauteilen ist aufwendig und die Gestaltungsmöglichkeiten durch die Verschalung begrenzt. Müssen funktionale Infrastrukturelemente aufgrund von Schäden ausgetauscht werden, ist eine Reparatur oft mit hohen Kosten verbunden. Die additive Fertigung eröffnet hier neue Möglichkeiten, Spezialanfertigungen oder auch Kleinserien von Beton-Bauteilen effizient herzustellen. Hier setzt die Forschungsarbeit der BAM an. Zusammen mit der Technischen Universität (TU) Clausthal forscht die BAM an der laser-basierten additiven Fertigung von Alkali-aktiviertem Beton. Dieser hat nicht nur eine höhere chemische Resistenz, sondern könnte in Kombination mit der 3D-Drucktechnologie einzigartige Möglichkeiten für Industrieanwendungen ermöglichen.

Die BAM engagiert sich im Bereich der additiven Fertigung auch in dem EU-Projekt AMITIE (Additive Manufacturing Initiative for Transnational Innovation in Europe). Im Rahmen von AMITIE, arbeiten BAM-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem italienischen Start-up Desamanera zusammen. Gemeinsam wollen sie den 3D-Druck für sehr große, komplexe Bauteile aus Beton und Mörtel optimieren.

www.bam.de



IMPRESSUM  |  DATENSCHUTZ  |  © VDI Fachmedien GmbH & Co. KG 2019