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11.09.2018

Handlungsempfehlungen für digitales Planen und Bauen veröffentlicht

Ab 2020 sollen in Deutschland alle neuen Bauprojekte des Bundesverkehrsministeriums von digitalen Methoden unterstützt werden, um besser planbar und effizienter realisierbar zu sein. Die Arbeitsgemeinschaft Infra-BIM unter Leitung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat die erste Phase des Stufenplans zur Einführung des digitalen Planens und Bauens begleitet und Handlungsempfehlungen für das weitere Vorgehen veröffentlicht. Diese basieren auf den Erkenntnissen aus vier Pilotprojekten, die mit dem sogenannten Building Information Modeling (BIM) umgesetzt und von 2015 bis 2018 wissenschaftlich analysiert wurden.

Um zu den Handlungsempfehlungen zu gelangen, erstellte das Projektteam eine Materialsammlung. Diese ermittelte und bewertete den nationalen und internationalen Status quo sowie die Anwendung von digitalen Methoden im Infrastrukturbau. Anschließend begleitete die Arbeitsgemeinschaft vier BIM-Pilotprojekte des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur: den Bau des Rastatter Tunnels auf der Bahnstrecke Karlsruhe-Basel und der Filstalbrücke auf der Strecke Wendlingen-Ulm, die Erneuerung der Autobahnbrücke über den Petersdorfer See in Mecklenburg-Vorpommern und den Neubau der Auenbachtalbrücke der Bundesstraße 107 bei Chemnitz. Das Team dokumentierte, wie weit die Umsetzung von BIM in dem jeweiligen Projekt fortgeschritten war.
In den Handlungsempfehlungen für das Bundesverkehrsministerium adressiert das Projektteam auch weitere Aspekte wie die Aus- und Weiterbildung oder die Automatisierung von Bauprozessen.

Der Bundesverkehrswegeplan sieht bis 2030 Investitionen von rund 220 Milliarden Euro vor. BIM soll dann bei allen Bundesprojekten zum Bau von Autobahnen, Bundesstraßen, Wasserstraßen, Schleusen und Gleisanlagen der Deutschen Bahn zum Einsatz kommen.
Im Projekt Infra-BIM kooperierte die Ruhr-Universität Bochum mit dem Ingenieurbüro Obermeyer Planen + Beraten, dem BIM-Berater AEC3 Deutschland, den Rechtsanwälten Kapellmann und Partner sowie der Technischen Universität München.

www.fbi.ruhr-uni-bochum.de



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