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24.10.2019

Wiedereröffnung des Forggensee-Staudamms

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Um das Kraftwerk und auch den Hochwasserschutz für die Zukunft zu rüsten, wurde von März 2018 bis April 2019 von der Bauer Spezialtiefbau GmbH die Erneuerung der Dammabdichtung ausgeführt. Abb.: Bauer
Der Verkehr rollt wieder über die Dammkrone, die Stromerzeugung läuft auf Hochtouren und der Forggensee ist wieder mit Wasser gefüllt: Nach einer Gesamtbauzeit von nur 16 Monaten und unter höchstem Einsatz aller Beteiligten konnte die Sanierung des Forggensee-Staudamms in Roßhaupten bereits im Juli 2019 erfolgreich abgeschlossen werden. Nach der Fertigstellung der neuen Straße auf der Dammkrone – samt Geh- und Fahrradweg – und dem Abschluss aller weiteren Arbeiten, wurde der Staudamm Roßhaupten am Mitte September wiedereröffnet.

Bauer war vom Kraftwerksbetreiber Uniper Kraftwerke GmbH mit der Ausführung von 13 500 m² Schlitzwand zur Abdichtung des Damms beauftragt worden. Die besonderen Herausforderungen bei diesem Projekt lagen darin, dass die Schlitzwand nur von der elf Meter breiten und damit sehr schmalen Dammkrone aus hergestellt werden konnte; diese lag zudem nicht in der Mitte des Damms, sondern ungünstig seitlich versetzt. Die ein Meter dicke und 70 m tiefe Schlitzwand wurde in zwei Arbeitsschritten und mit Einbindung in sehr harten Fels ausgeführt. Zunächst erfolgte der Aushub auf den oberen 40 m des Dammkörpers mithilfe eines Schlitzwandgreifers an einem Bauer MC 64 Seilbagger. Die restlichen 30 m unterhalb der eigentlichen Dammaufschüttung wurden mittels Schlitzwandfräse an einem MC 96 Seilbagger abgetragen. Die Schlitzwandarbeiten von Bauer wurden an sieben Tagen pro Woche und in Tag- und Nachtschicht – also im 24-Stunden-Betrieb – ausgeführt.

www.bauer.de



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