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29.07.2019

Strabag bietet Mobile Mapping für effizientere Planung im Verkehrswegebau

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Streckenvermessung bei Tempo 110: Mobile-Mapping-Einsatz auf der A 93 zwischen Regnitzlosau und Dreieck Hochfranken. Abb.: Thomas L. Fischer/Strabag AG
Eine neue digitale Dienstleistung der Strabag AG ermöglicht substanzielle Effizienzgewinne bei Projekten im Verkehrswegebau. Mit dem Geschäftsfeld Mobile Mapping bietet der Bereich Digitale Objekterfassung und Drohnen (www.3d-vermessung.strabag.de) ein zukunftsträchtiges Vermessungsverfahren an, das schnell und mit wenig Aufwand detaillierte Messdaten in höchster Qualität generiert – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes „im Vorbeifahren“: Ein Messkleinbus mit zwei mobilen Laserscannern auf dem Dach und reichlich IT-Technik an Bord kann bei einem Tempo von bis zu 110 km/h beispielsweise Autobahnabschnitte bis ins kleinste Detail vermessen. Diese Dienstleistung wird nicht nur konzernintern genutzt, sondern das siebenköpfige Experten-Team aus Regensburg steht mit seinen 3D-Mapping-Services auch für externe Aufträge zur Verfügung. So hat Strabag etwa für die Autobahndirektion Nordbayern kürzlich ein Teilstück der A 93 mobil vermessen und gerade erst in der österreichischen Steiermark eine 51 km lange Gleistrasse der Bahngesellschaft GKB mobil und digital gescannt.

Zeit- und arbeitsaufwendige Streckensperrungen sind beim Mobile Mapping nicht erforderlich. Im Vorfeld wird das Messgebiet mit Passpunkten markiert, und während der Fahrt scannen die Laser in Abständen von wenigen Zentimetern die Oberflächenbeschaffenheit. Denn je genauere und detailliertere Messdaten vom Zustand der Straße schon im Vorfeld der Baumaßnahme gesammelt werden, desto genauer lassen sich im Verfahren des Building Information Modelling (BIM) die Massen berechnen und der Aufwand bestimmen. Fehlplanungen bei der Instandhaltung von Verkehrswegen werden damit zuverlässig vermieden.
Das Mobile Mapping wird mittlerweile auch beim Vermessen von Eisenbahntrassen erfolgreich eingesetzt: Im Zuge der geplanten Elektrifizierung seines Streckennetzes in der österreichischen Steiermark hat der Graz-Köflacher Bahn- und Busbetrieb (GKB) das Experten-Team aus Regensburg beauftragt, die rund 51 km lange Bahntrasse zwischen Lieboch und Wies mit den mobilen Laserscannern digital zu vermessen und dokumentieren. Dieser Service vereinfacht die Entwurfsplanung und Ausführungsplanung der GKB, deren neue Elektro-Infrastruktur bis 2024 in Betrieb genommen werden soll. In diesem Zusammenhang unterstützt die Strabag Rail Fahrleitungen GmbH die GKB und das Mobile-Mapping-Team aus Regensburg.

www.strabag.de



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