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06.04.2018

Gewinner des Deutschen Brückenbaupreises 2018

Die Bleichinselbrücke über den Neckar in Heilbronn und die instand gesetzte historische Schaukelbrücke in Weimar sind die Gewinner des im März in Dresden vergebenen Deutschen Brückenbaupreises 2018. Für die dabei erbrachten Ingenieurleistungen erhielten Andreas Keil, Ingenieurbüro sbp schlaich bergermann partner, Stuttgart (Bleichinselbrücke), und Johann Philipp Jung, Klassikstiftung Weimar, sowie Oliver Hahn vom Weimarer Ingenieurbüro für Bauwerkserhaltung (Schaukelbrücke) die Preisskulptur.

Gefeiert wurden die Preisträger und ihre Teams von den etwa 1 200 Gästen der Preisverleihung aus Fachwelt, Politik und Wirtschaft. Gastgeber waren die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure VBI, die seit 2006 alle zwei Jahre gemeinsam den Deutschen Brückenbaupreis vergeben. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat den Preis erneut gefördert und als Schirmherr unterstützt.

Die Bleichinselbrücke als Preisträgerbauwerk in der Kategorie Straßen- und Eisenbahnbrücken überzeugte die Jury mit der Knotenkonstruktion zur Bündelung der Stützen. Das flache, breite Fahrbahndeck führt scheinbar schwebend über den Neckar, die unterschiedlich geneigten Stützen schaffen unter der Brücke einen Raum von Aufenthaltsqualität, heißt es im Juryurteil.
Die Erhaltung der zu Goethes Zeiten gebauten Schaukelbrücke im Park an der Ilm in Weimar ist laut Jury ein Beispiel des verantwortungsvollen Umgangs mit dem baukulturellen Erbe. Diese Sanierung wird mit dem Deutschen Brückenbaupreis in der Kategorie Fuß- und Radwegbrücken ausgezeichnet, weil die Ingenieure dabei neue Wege gewagt haben. Indem sie das historische Tragwerk in seine Elemente zerlegt, analysiert und experimentell begutachtet haben, gelang es ihnen, das historische Original funktionsfähig und schaukelnd erlebbar zu erhalten.

www.brueckenbaupreis.de

www.vbi.de

www.bingk.de



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