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02.05.2017

Geschäftsbericht 2016 - Bauer AG

Die BAUER Gruppe liegt mit ihren Geschäftsergebnissen für das Jahr 2016 innerhalb des im November aktualisierten Prognoserahmens. Ihre ursprünglichen Ziele konnte sie jedoch nicht erreichen. „Aus operativer Sicht waren wir deutlich besser als im Vorjahr und haben eine Trendwende eingeleitet“, so Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der BAUER AG zur Vorlage der Bilanz. Die Zahlen des Vorjahres beinhalteten Sondereffekte und sind deshalb nur bedingt vergleichbar.

Das Segment Bau profitiert von der insgesamt guten Entwicklung der Baumärkte weltweit. Trotz der vielen Unsicherheiten und Krisenherde ist der Bedarf an Infrastruktur, wie Straßen, Brücken, Dämme, oder Energieversorgung groß. Die zunehmende Urbanisierung erfordert vermehrt Spezialtiefbauleistungen, die es ermöglichen, in immer komplexeren und schwierigeren Verhältnissen Gebäude zu errichten.

Insgesamt erwirtschaftete das Segment 2016 eine Gesamtkonzernleistung von 722,1 Mio. EUR. Sie lag damit 2,8 % unter der des Vorjahres (742,9 Mio. EUR). Das EBIT erhöhte sich von 13,9 Mio. EUR auf 30,4 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern betrug 9,5 Mio. EUR – im Vorjahr war es mit -7,3 Mio. EUR negativ gewesen, was vor allem durch die Tochterfirma in den USA verursacht wurde. Die Fertigstellung des Dammprojekts Center Hill hatte eine erhebliche finanzielle Belastung mit sich gebracht und eine Neuausrichtung der Tochterfirma notwendig gemacht.

Im Jahr 2016 musste das Segment Verluste in den Baufirmen in Hongkong und Malaysia hinnehmen. In Malaysia hatte sich die Vergabe dreier großer Projekte immer wieder verzögert, so dass Kapazitäten fast sechs Monate lang nicht eingesetzt werden konnten. In Hongkong hat Bauer für ein Großprojekt zur Erweiterung des Flughafens Vorarbeiten geleistet, wurde aber letztlich bei der Vergabe nicht berücksichtigt. Beides verursachte in Summe einen Verlust von deutlich über 10 Mio. EUR und erklärt allein den Unterschied zwischen der ursprünglichen Prognose des Konzerns und dem endgültigen Ergebnis. Demgegenüber steht im Segment ein zusätzliches Ergebnis von etwas mehr als 10 Mio. EUR, das auf die Beteiligung Wöhr + Bauer GmbH zurückzuführen ist. Das Unternehmen hatte im Berichtsjahr einen sehr guten operativen Gewinn erwirtschaftet; zudem hat Bauer seine Anteile auf 16,67 % reduziert.

Der Auftragsbestand lag mit 585,3 Mio. EUR um 1,0 % leicht unter dem Vorjahr mit 591,1 Mio. EUR. Da hier der bisher einbezogene Auftragsbestand der Immobilienfirma Wöhr + Bauer GmbH in den Zahlen zum Geschäftsjahr 2016 nicht mehr enthalten ist, ist der Auftragsbestand im Kerngeschäft Spezialtiefbau deutlich angestiegen.

www.bauer.de



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