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20.04.2017

Bundesingenieurkammer: Einheitlicher Ausbildungsrahmen in Europa gefordert

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Europäischen Union fordert die Bundesingenieurkammer einen einheitlichen europaweiten Ausbildungsrahmen für Bauingenieure.

Der Präsident der Kammer, Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, erklärt: "Noch genießt die deutsche Ingenieurausbildung weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Damit das so bleibt, müssen wir etwas tun. Inzwischen sind die Anforderungen etwa in Bulgarien, Italien, Portugal, Slowenien und Spanien im Hinblick auf die MINT-Anteile im Studium deutlich höher als in Deutschland."

Die Bundesingenieurkammer fordert daher als Voraussetzung für die Berufsbezeichnung "Ingenieur":
- Den erfolgreichen Abschluss eines grundständigen Studiums einer technisch-ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtung mit mindestens sechs theoretischen Studiensemestern an einer deutschen, staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule oder Berufsakademie.

- Dieser Studiengang muss darüber hinaus überwiegend ingenieurspezifische Fächer beinhalten und von diesen geprägt sein. Der Gesamtanteil der MINT-Fächer, die für ein Ingenieurstudium relevant sind, muss mindestens 70 Prozent des gesamten Lehrinhaltes betragen.

Werde auch künftig kein europaweit einheitlicher Ausbildungsrahmen festgeschrieben, sieht die Bundesingenieurkammer den drohenden Verlust der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Ingenieure.

www.bingk.de



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