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02.08.2011

Licht am Ende des Brenner-Tunnels

Erstes Teilstück fertiggestellt

Die Brennerachse München-Verona nimmt Form an. Ab 2012 verkehrt die Unterinntalbahn zwischen Kundl/Radfeld und Baumkirchen. Sie wird Güter- und Personenverkehr nachhaltig verbessern. Am Projekt beteiligt ist die Spiekermann AG Consulting Engineers. Sie hat in Arbeitsgemeinschaft mit Müller + Hereth die Baureifmachung und Ausführungsplanung des fast 6 km langen Tunnels Münster/Wiesing im Los H3-4 übernommen.
Die Unterinntalbahn in Österreich wird Ende 2012 ihren Betrieb aufnehmen. Der Rohbau des ca. 32 Kilometer langen zweigleisigen Eisenbahntunnels zwischen Kundl/Radfeld und Baumkirchen wurde im Dezember 2010 fertiggestellt.
Die beratenden Ingenieure von Spiekermann konzipierten zunächst zwei zweigleisige Schildtunnel und erwirkten die EB-Genehmigung. Tunnelquerschnitt und Baurisiko wurden dabei mehrmals optimiert, so dass Innen- und Schilddurchmesser durch den Entfall der Schalterzellennischen sowie eine Reduktion der Brandschutzschalendicke deutlich reduziert werden konnten.
Der Ausbau des Tunnels erfolgte mit einer 0,5 m starken Tübbingschale sowie einer 20 cm starken Brandschutzschale. Elf Rettungsschächte und Verbindungsstollen von bis zu 30 m Tiefe wurden in der Schlitzwandbauweise mit Unterwasserbetonsohle und im Rohrvortriebsverfahren geplant und ausgeschrieben.
Baubeginn war im März 2006. Spiekermann erstellte dabei baubegleitend die Ausführungsplanung.
Zunächst wurde ein Vortriebskonzept für die Durchfahrung von besonders durchlässigen Böden erstellt. Für die Rohrvorpressung im Schildvortrieb für die Rettungsstollen mit einem Durchmesser von 5 m mussten die Platzverhältnisse optimiert werden. Ein polygonaler Schlitzwandverbau mit Unterwasserbetonsohle wurde für die Rettungsschächte eingesetzt. Bei den Dichtblöcken aus Schlitzwandlamellen wurde vollständig auf den Einsatz des Düsenstrahlverfahrens verzichtet.

www.spiekermann.de



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