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08.09.2017

Stickoxide sind auch für die Straße ungesund

Ein überraschendes Ergebnis der TU Wien ergibt, dass Stickoxide nicht nur ein Gesundheitsproblem sind, sondern auch Straßenasphalt schneller altern lassen.

Je seltener man den Straßenbelag erneuern muss, umso besser ist es für die Umwelt und die Steuerzahler. An der TU Wien arbeitet man daher an robusteren, langlebigeren Asphalt-Sorten. Bisher war allerdings nicht ganz klar, welche Bestandteile der Luft überhaupt für die Alterung des Straßenbelags hauptverantwortlich sind. Experimente zeigen nun, dass Stickoxide hier eine ganz wesentliche Rolle spielen. Diese Erkenntnis kann man nun nutzen, um im Labor Asphaltproben künstlich altern zu lassen und haltbarere Asphalt-Rezepturen zu entwickeln.
Eine spezielle Methode wurde entwickelt, um die Asphaltproben unterschiedlichen Gasen auszusetzen. Unter leicht erhöhtem Druck wird Gas durch die Probe hindurchgepumpt, sodass sie in die winzigen Öffnungen des porösen Asphalts eindringt und dort chemische Reaktionen, hauptsächlich Oxidation, auslöst.
Allerdings laufen die Alterungsprozesse im Labor viel schneller ab als auf der Straße: Innerhalb von drei bis vier Tagen altert das Material so stark, dass es einer Alterung von mehreren Jahren auf der Straße entspricht. So ist es nun möglich, verschiedene Proben zu testen, ihr Langzeitverhalten vorherzusagen und haltbarere Asphaltsorten zu entwickeln.

www.tuwien.ac.at



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