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31.03.2017

Politischer Abend der Bundesingenieurkammer in Brüssel

Am 20. März 2017 hatte die Bundesingenieurkammer zu einem politischen Abend in die Vertretung des Freistaates Bayern in Brüssel geladen, um die Perspektiven für Ingenieure im EU-Binnenmarkt zu diskutieren. In seinem Grußwort betonte der Präsident der Bundesingenieurkammer, Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, wie wichtig auch künftig die Qualität der Ingenieurausbildung sei.

„Wir müssen sicherstellen, dass auch weiterhin viele gute Ingenieure in Deutschland ausbildet werden. Ohne sie werden wir keine Chancen auf dem Weltmarkt haben“, sagte Kammeyer. Aus Sicht der Bundesingenieurkammer ist es unabdingbar, dass Bachelor-Studiengänge im Ingenieurwesen eine breit angelegte grundständige Bildung vermitteln. Dies sei derzeit nicht überall in Deutschland gewährleistet.

Auch Markus Ferber, MdEP (EVP-Fraktion) und Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand im Europäischen Parlament, erklärte, dass „gerade Ingenieurstudiengänge betreffend, mit dem Bachelor immer noch sehr wenig anzufangen ist.“ Der Bachelor habe sich „nicht in der Art und Weise entwickelt, wie es im Bologna-Prozess ursprünglich gedacht war.“

Ein weiterer Aspekt zu Sicherung qualitativ hochwertigen Planens und Bauens ist laut Bundesingenieurkammer die Beibehaltung der Mindest- und Höchstsätze der Honorar- und Gebührenordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Mit seiner Einschätzung, dass diese in ihrer jetzigen Form „europafest“ sei, unterstützte Markus Ferber in die Meinung der Bundesingenieurkammer.

Diskutiert wurde während der Veranstaltung auch das so genannte „Dienstleistungspaket“, das die Europäische Kommission am 10. Januar 2017 vorgestellt hatte. Neben einigen anderen Ländern hatte sich Deutschland Anfang März 2017 für die Einlegung einer Subsidiaritätsrüge gegen Teile dieses Pakets ausgesprochen.

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