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05.07.2011

Demografischer Wandel in der Bauwirtschaft

Rund 90 Teilnehmer versammelten sich am 27.04.2011 im Berliner Logenhaus zur Auftaktveranstaltung des Förderschwerpunktes „Demografischer Wandel in der Bauwirtschaft“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die vier Projekte des Förderschwerpunktes informierten über die anstehenden Herausforderungen und die Lösungsansätze.
In seinem Grußwort ging Prof. Dr. Rainer Schlegel, Leiter der Abteilung Arbeitsrecht und Arbeitsschutz beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales, auf die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure ein: „Projektergebnisse müssen bei den Menschen vor Ort ankommen, Kräfte gebündelt und Synergien geschaffen werden. Das Ziel der Projekte kann nur mit vielen starken Partnern erreicht werden.“ lautete sein Auftrag an die beteiligten Projekte und die anwesenden Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft. Besonders hob er hier die Einbindung der Projekte in die Initiative Neue Qualität des Bauens (INQA-Bauen) hervor, in der sich zahlreiche Akteure für gute Arbeit in der Bauwirtschaft engagieren.
Stephan Gabriel, Mitarbeiter der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin stellte Gesundheit, Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter als entscheidende Faktoren für den Erfolg bei der Bewältigung des demografischen Wandels in der Arbeitswelt heraus. Um im Wettbewerb um die Fachkräfte bestehen zu können, muss ein Arbeitgeber Sicherheit und berufliche Perspektiven bieten und auf die Bedürfnisse und Interessen der Mitarbeiter eingehen. Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen und Weiterbildungsangebote sind Beispiele dafür.
Dr. Harald Michel, Geschäftsführer des Instituts für angewandte Demografie (IFAD), bot einen Einblick in die Entwicklung des Demografischen Wandels und machte dessen Grundprobleme Alterung und Schrumpfung sichtbar. Mit einer Vielzahl von Beispielen machte er den Zuhörern deutlich, dass der Demografische Wandel in Deutschland zu gravierenden Veränderungen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft führen wird.
Anschließend stellten sich die vier Projekte des Förderschwerpunktes vor, die mit unterschiedlichen inhaltlichen und regionalen Schwerpunktsetzungen ihre Lösungsansätze präsentierten. Das Projekt „CHRONOS“ kombiniert verschiedene Ansätze zur Sensibilisierung von Unternehmern und Mitarbeitern des Handwerks am Bau und erarbeitet mit Betrieben der Innung SHK Berlin und verschiedenen Experten einen Werkzeugkasten für Unternehmen.
Das Kölner Projekt „BauWert-InWest“ spezialisiert sich auf Instrumente für Klein- und Kleinstunternehmen zur Entwicklung von betrieblichen Strategien und Geschäftsfeldern.
Das Wuppertaler Projekt „VegAB“ legt besonderen Wert auf den gelebten Arbeitsschutz auf den Baustellen.
Das Kieler Projekt „BauföG“ widmet sich der Bekämpfung von Herz-Kreislauf Erkrankungen durch Verhaltensprävention.
Der Unternehmer Ralph Angerstein (Angerstein - Elektro/Sanitär/Heiztechnik) stellte anschließend gemeinsam mit Petra Laabs vom Bildungsverbund Haustechnik Sachsen-Anhalt e.V. Aktivitäten für attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze im Bauhandwerk vor.
Achim Sieker vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales fasste die Ergebnisse des Tages schließlich zusammen. „Viele Betriebe sind überfordert, wenn sie auf sich selbst gestellt sind.“.
Die Präsentationsfolien und Kontaktdaten der Referenten und der Projekte des Förderschwerpunktes sowie Bilder der Referenten und der Teilnehmer der Auftaktveranstaltung haben wir unter www.chronosprojekt.de bereitgestellt.



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