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Bauingenieur - Ausgabe 2-2013, S. 89-97

Simulation in der Fertigungsplanung von Bauwerken

Bauprojekte optimal zu gestalten, setzt einen effizienten Einsatz aller vorhandenen Ressourcen voraus. Arbeitskräfte, Material und Maschinen sowie die Versorgung mit Energie und Information jeglicher Art sind sinnvoll zu planen, aufeinander abzustimmen und, sofern es die Situation erfordert, auch kurzfristig an sich verändernde Randbedingungen anzupassen. Häufige (Planungs-)Änderungen während der Bauausführung, die Vielfalt der Beteiligten unterschiedlicher Gewerke sowie die hohe Komplexität der interagierenden Prozesse bei der Herstellung eines Bauwerks erfordern innovative Möglichkeiten, mit denen prozess- und kostenbeeinflussende Entscheidungen unterstützt werden können – ein Werkzeug, mit welchem die Gestaltung, Eingriffe und Anpassungen des Herstellungsprozesses inklusive seiner einzelnen Teilprozesse auf bestmögliche Effizienz überprüft werden können. Hier setzt die ereignisdiskrete Simulation an. Eine Forschungsgruppe, bestehend aus dem Institut für Baubetriebslehre der Universität Stuttgart, der IWTI GmbH und der SimPlan AG, hat den Herstellungsprozess eines Stuttgarter Hotelprojekts in allen Details simuliert, um damit die aus der stationären Industrie bekannten Vorgehensweisen hinsichtlich der Anwendbarkeit im Bauwesen zu überprüfen und auf die baulichen Spezifika anzupassen. Die hierbei gewählte Vorgehensweise, die aufgetretenen Herausforderungen sowie die bei diesem Forschungsprojekt gewonnenen Erkenntnisse werden in diesem Artikel vorgestellt.

Simulation in Manufacturing Planning of Buildings

Optimal planning of construction projects requires a sufficient use of all available resources. Labor, material, equipment and the supply of energy and information of any kind are to be planned, coordinated and, if the situation requires, quickly adapted to varying conditions. Frequent (design) changes during construction, the diversity of stakeholders of different fields and the high complexity of interacting processes in building manufacturing require innovative ways to support process-influencing decisions – a tool which allows testing interventions and adjustments in the manufacturing process, including individual sub-processes with the best possible efficiency. This is where the discrete-event simulation can be used. A research group consisting of the Institute of Construction Management of the University of Stuttgart, IWTI GmbH and SimPlan AG simulated the manufacturing process of a hotel project in Stuttgart in all details to question practices known from the stationary industry and their applicability in construction and to scrutinize and to adjust them accordingly to the construction specifics. The approach taken here, the challenges encountered and insights gained from this research will be presented in this article.

Autor(en):
Berner, F.; Habenicht, I.; Kochkine, V.; Spieckermann, S.; Väth, C.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Bauingenieur 2-2013, Seite 89-97
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