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Bauingenieur - Ausgabe 03-2001, S. 118

Beitrag zur Abgrenzung der Einsatzbereiche für Erd- und Flüssigkeitsschilde

Die klassischen Einsatzbereiche der Flüssigkeits- und Erddruckschilde konnten in den vergangen Jahren durch maschinentechnische Entwicklungen stets erweitert werden. Flüssigkeitsschilde operieren heute in reinen Tonen und Erddruckschilde in grobkörnigen Sanden und Kiesen. Beide Verfahren stellen jedoch an den Baugrund klar definierte Anforderungen. Sind diese im gewachsenen Zustand nicht oder nur unzureichend vorhanden, besteht durch die Maßnahmen der Bodenkonditionierung die Möglichkeit, die Eigenschaften des Bodens vortriebsbegleitend zu modifizieren. Beim Schildvortrieb mit erdgestützter Ortsbrust bleibt die Bodenkonditionierung mit Schaum zukunftsweisend. Die jüngsten Erfahrungen beim Projekt Westerscheldetunnel in den Niederlanden bestätigen jedoch, dass selbst in äußerst adhäsivem Ton ohne Zugabe von Konditionierungsstoffen mit einem Flüssigkeitsschild operiert werden kann.

Die Entscheidung für die Auswahl des optimalen Vortriebverfahrens wird somit für den Planer und den Ausführenden wesentlich komplexer. Neben den früher vorwiegend vortriebstechnischen und standsicherheitstechnischen Entscheidungskriterien ist beim heutigen Stand der Technik die Einbeziehung logistischer, wirtschaftlicher und vor allem auch ökonomischer Aspekte essentiell geworden.

Soil conditioning concerning shield tunnelling to master different ground conditions

During the past years it was possible to broaden the classic range of application of slurry and EPB shields through mechanical developments. Today slurry shields operate in pure clay and EPB shields operate in coarse grained sands and gravel. But both methods make clear defined demands on the soil conditions. If those demands are not or only insufficiently present in the natural condition it is possible to modify the characteristics of the ground during the drive through means of ground conditioning. In the case of shield tunnelling with an earth-pressure balanced heading the ground conditioning using foam stays forward-looking. But the latest experience at the Westershelde Project in the Netherlands underlines that it is possible to use a slurry shield even in extremely adhesive clay without adding conditioning materials.


This means that the choice of the optimal tunnelling method gets a lot more complex for the planner and the executive. Concerning the present technical standard it has become essential to take into account the logistical, economical and especially ecological aspects besides the former basically technical and structural deciding factors.

Autor(en):
Maidl, U.

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