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Bauingenieur - Ausgabe 05-2004, S. 201

Stadionbauten „Regie und Selbsterfahrung der Massen“ Beispiel Berlin

Stadien dienen seit 2000 Jahren der Regie und der Selbsterfahrung der Massen: in der griechischen Antike kultischen, später soldatisch-athletischen Wettkämpfen, im imperium romanum mittels „panem est circenses“ zur Handhabung zu beherrschen der Massen, im Absolutismus zur sittlichen Bindung der Untertanen. Nach der französischen Revolution als politischer Ort zum kollektiven Verfassungsschwur der versammelten und neu formierten Gesellschaft.

Im nationalistischen Wettstreit der Staaten und Machtblöcke als Machtdemonstration im sportlichen Kampf. In der Konsumgesellschaft zur Vermarktung des Profi-Sports und der Konsumgüter. Die authentische Selbsterfahrung beim emotionellen Bad in der Masse wird medial auf den vereinzelten Fernsehzuschauer suggeriert, der der eigentliche Adressat der Produktwerbung ist!

Direction and self-experience of masses - example Berlin

Since 2000 years stadiums are made for the conduction and self experience of crowds: In the Greek antiquity by the means of ritual contests, later military-athletic contests. In imperium romanum by „panem est circenses“ for handling the crowds. In the absolutism for moral welding together of the subjects. After the French revolution as political place for the collective oath of the new formed society. In the nationalistic contest of the states for power to be expressed in the battlefield of sport. In the consumer society for the marketing of professional sport and consumer goods. The authentic self experience of the emotional bath in the crowd is projected by the media into the individual viewer, who is the actual addressee of product advertising!

Autor(en):
Marg, V.

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